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Handysucht

Es gibt eigentlich nicht die Handysucht, weil sich im Zusammenhang mit Handys verschiedene Arten von Sucht herausgebildet haben.

Da wäre zum einen das ständige Telefonieren und SMS-schreiben. Es gibt Menschen, die können kaum noch einen kurzen Fußweg zurücklegen, ohne irgendjemanden anzurufen.

Die nächste Form von Sucht mit einem Handy oder Tablet-PC ist das ständige Nachschauen, ob es etwas Neues gibt. Es wird nach SMS, News, Mails oder Blogeinträgen geschaut. Es ist eine Sucht, die dem Kick folgt, dass etwas Neues, Aufregendes geschehen möge, weil das eigene Leben so ereignislos ist.

Und schließlich haben wir als dritte Suchtform den Medienkonsum in Form von Musik hören, Zeitschriften lesen, Filme anschauen und Groschenromane lesen.

Das Problem im Zusammenhang mit allen Suchtarten, die auf Handys, Smartphones oder Tablet-PCs beruhen, ist die Illusion von Fortschritt. Menschen bilden sich ein, durch das, was eigentlich Sucht ist, ganz besonders am Fortschritt der Menschheit teilzuhaben.

Tatsächlich aber wird durch alle Formen von Handysucht Aufmerksamkeit und schöpferische Energie in gigantischem Umfang völlig sinnlos verbrannt. Das ist genau die Energie, die Menschen dann fehlt, um etwas Sinnvolles mit ihrem Leben anzufangen.

Meiner Einschätzung nach sind Smartphones und Tablet-PCs reine Suchtmittel. Es fehlt ihnen sogar eine vernünftige Tastatur, um sie um Beispiel zum Schreiben zu benutzen, was eine sinnvolle, schöpferische Tätigkeit sein könnte, wenn sie nicht gerade wie beim Schreiben von Blogs auch wiederum nur dazu dient, anderer Menschen Aufmerksamkeit ohne weiteren schöpferischen Nutzen zu binden. Stattdessen sind sie mit hochauflösenden Bildschirmen auf fesselnde Bilder bzw. Videos optimiert.

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